
Und zwei Tage darauf stehen zwei
Walser „Ikonen“ im Blickpunkt:
„Der Alpenkönig kehrt zurück“
ist ein faszinierender Film von Andrea Rüthlein und Udo
Zimmermann über das Wappentier des Tales, den STEINBOCK! Der
vielfach preisgekrönte Dokumentarfilm
„Die GREINA – Abschied von einer
Alpe“ von Hermann Villi schildert in beeindruckenden
Bildern, wie selbst eine der schönsten und naturgeschützten
Hochebenen im Grenzgebiet von Graubünden und Tessin entlang
des Walser Weges vor Maßnahmen zum vermeintlichen „Wohle“
der Menschheit nicht verschont bleibt.
Zum Geschichtsjahr 2008 eine Reverenz
an den österreichisch/amerikanischen Schipionier und
Filmemacher Otto Lang, der 2006 98 jährig starb. Der
Weggefährte von Hannes Schneider emigrierte in den 30er
Jahren in die USA und wurde dort zum gefeierten Schi- und
Regiestar. Gerald Lehners einfühlsames Portrait von 2003
über diese Jahrhundertpersönlichkeit folgt das rasante
US-Schimusical „Adoptiertes Glück“ (1942), bei dem
Otto Lang für die großartigen Schiszenen als Regisseur
verantwortlich zeichnete und in dem die unvergessenen Hits
von Swing Legende Glenn Miller zu hören sind, wie „Moonlight
Serenade“, „Chattanooga Choo Choo“ und „In the Mood“, um nur
einige zu nennen.
Die ebenfalls vielfach ausgezeichnete
Dokumentation„Zum Dritten Pol“ von Andreas Nickel und
Jürgen Cwienk zeigt zum ersten Mal die faszinierende
Geschichte der Himalaya- und Filmpioniere Professor Dr.
Günter Oskar Dyhrenfurth, seiner Frau Hettie und ihres
Sohnes Professor Norman Dyhrenfurth. In dieser packenden
Familiensaga spiegelt sich die Expeditionsgeschichte der
Erstbesteigungen der Achttausender von Himalaya und
Karakorum seit ihren frühen Anfängen in den Zwanzigerjahren
des vergangenen Jahrhunderts bis zur Gegenwart.
Fast 80 Jahre Bergfilmgeschichte
präsentiert an vier Tagen, an einzigartigen Locations in
perfekter Bild – und Tontechnik vor traumhafter
Bergkulisse, all das macht das Walser Filmgewitter 2008
hoffentlich wieder zu einem besonderen Erlebnis.
Die zusammenhängenden Fäden zwischen den
Filmen „spinnt“ wieder Moderator Dr. Thomas Gayda.

Informationen zu allen Veranstaltungen bei:
Dr. Thomas Gayda (Mittelberg) Tel.: 0043-5517-3942,
E-Mail: thomas.gayda@aon.at
Info und Karten:
Kleinwalsertal Tourismus, Tel.: 0043-5517-5114-0
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Zum fünften Mal heisst es heuer
wieder (Berg)“Film ab“, wenn vom 10. bis 14. September
cinéastische Kostbarkeiten und wiedergefundene Raritäten auf
großer Leinwand den „Walser“ Himmel erstrahlen lassen.
Die landschaftliche Schönheit unserer
Heimat haben Künstler schon vor weit mehr als 100 Jahren auf
Leinwand verewigt. Und vor beinahe 80 Jahren ist zum ersten
Mal mit der Filmkamera die Walser Bergwelt in faszinierenden
Aufnahmen für die Kinoleinwand festgehalten worden:
„Wenn die Abendglocken läuten“
ist ein erst in diesem Jahr wiederentdecktes Filmdokument,
das 1930- noch als Stummfilm - im Walsertal und in
Oberstdorf entstanden ist. Ein kraftvolles, mit
liebenswerter Patina ausgestattetes Heimat-Melodram, in dem
zwei fremde Welten aufeinandertreffen, was reichlich für
Aufruhr und Missverständnisse sorgt. Schauplatz des
Geschehens ist Mittelberg, wo nicht nur zahlreiche
Einheimische als Akteure zu sehen sind, auch die
Hauptdarstellerin, Stummfilm-Diva Maria von Mindszenty,
agiert und leidet in Orginal Walser Tracht. Die Musik wird
wieder „live“ beigesteuert und liegt in Händen des
„Filmgewitter“ – erprobten Pianisten und Arrangeurs Steven
Edis, wobei auch musikalisches Lokalkolorit zum Einsatz
kommen wird, wie Stubenmusik, Alpörner etc. „Wenn die
Abendglocken läuten“ begeisterte bei der Berliner
Uraufführung das Publikum mit seinen wunderschönen Aufnahmen
der Allgäuer Bergwelt, die erstmals mit der Filmkamera
festgehalten wurden. Daher ist der Schauplatz der
allerersten Aufführung am Entstehungsort auch ein ganz
besonderer: die Plattform auf der Bergstation der
Walmendingerhornbahn.
Im Falle von Schlechtwetter am 10.
September läuten die „Abendglocken“ dann alternativ
am 14. September.
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